Transmission Line Standlautsprecher

Transmission Line – Projekt – Finales Gehäuse

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Es ist über ein halbes Jahr her, als ich über dieses äusserst interessante Projekt berichtet habe. Zuletzt habe ich aufgezeigt wie die störenden Kammfiltereffekte reduziert werden können.

Mit dem neuen Gehäuse wurden einige Korrekturen und Änderungen durchgeführt. Das Gehäuse ist etwas grösser geworden, um hinter dem Hochtöner dem Luftstrom mehr Raum zu geben. Der Hochtöner hat ein sehr grosses Gehäuse, welches weit nach hinten reicht. Im Testgehäuse, welches mit Schrauben auseinandergenommen werden konnte, wurde dieser mögliche negative Effekt festgestellt. Dadurch musste die Konstruktion der TL neu berechnet werden und hatte Einfluss auf die Gehäusegrösse. Bei einer Transmission Line kann man ohne weiteres das Gehäuse noch grösser machen aber es ist die Kunst die Proportionen trotzdem in einem vernünftigen sowie wohnraumfreundlichen Rahmen zu halten.

Da es sich um die finalen Gehäuse handelt, wurde neu Birkensperrholz eingesetzt, mit europäischem Nussbaum furniert und anschliessend geölt. Die Fräsungen für die Lautsprecherchassis und Terminals wurden teilweise mit Schablonen millimetergenau durchgeführt. Für die Verkabelung wurde sehr hochwertiges Material verwendet, welches durch die Konstruktion eine gute Schirmung aufweist. Die Bedämpfung wurde mit verschiedenen Materialien an dedizierten Orten im Gehäuse ebenfalls mit Sorgfalt platziert, da sie bei einer Transmission Line einen grossen klanglichen Einfluss haben.

Die Kabel wurden für die Anschlüsse an die Terminals und Lautsprecherchassis beschriftet und vorbereitet. Schrittweise werden jetzt die Chassis montiert. Demnächst kommt der Moment, wo die ersten Messungen stattfinden werden sowie das Design des Frequenzgangs.

Philips Audio Monitor

Projekt PM – Teil 3

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Während den letzten Sommermonaten haben Philip und ich die Boxen zusammen verleimt und geschliffen. Danach wurden die Frequenzweichen montiert, das Dämpfungsmaterial integriert und nach der Grundierung mehrere Lagen an weisser Farbe aufgetragen und dazwischen geschliffen. In den letzten Schritten wurden die Lautsprecher-Chassis sorgfältig mit den Kabeln verlötet und in die Gehäuse verschraubt.

Abschliessend wurden die Lautsprecher angeschlossen und einem ausführlichen Test unterzogen. Die Gesichter sind zufrieden. Es baut sich eine schöne und weite Bühne über die Boxen hinaus auf. Die Musik wirkt räumlich, Stimmen absolut real und der Bass ist tief, straff und voller Energie. Ob Jazz, Pop, House oder Klassik, die Lautsprecher mögen jede Art von Musikmaterial. Damit macht es Spass zu hören.

NFM Prototyp

Near Field Monitor – Teil 2

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Inzwischen wurden die Testgehäuse gebaut, verschiedenes Dämm- und Bedämpfungsmaterial nach Mass geschnitten und in den Gehäusen individuell für Bass und Mittelton installiert. Nachdem die Chassis installiert waren, wurden initiale Messungen von jedem Chassis durchgeführt.

Es wurden Nahfeldmessungen durchgeführt sowie aus einem Meter Distanz in unterschiedlichen Winkeln von 0 bis 30 Grad. Dadurch kann man das Verhalten der Chassis kennen lernen und die Reflektionen durch das Gehäuse, welche Erhöhung und Auslöschung von Frequenzanteilen hervorbringen. Das Wasserfallspektrum zeigt für alle Chassis ein äusserst schnelles, gleichmässiges Ausschwingen der Chassis, welche ohne Resonanzen ist.

Mit diesen Erkenntnissen wurden nun die Frequenzweichen entwickelt. Es wurde sehr viel Aufwand in die Entwicklung investiert. Mehrere Filtertopologien wurden ausprobiert. Das Resultat ist, dass zwischen Bass und Mittelton 12 dB Filter zum Einsatz kommen und zwischen Mittel- und Hochton 18 dB das gewünschte Ergebnis abliefern. Nicht nur im Frequenzgang unter unterschiedlichen Winkeln ist das Ergebnis sehenswert, sondern auch klanglich. 31 Hz (-6 dB) werden im Bass geschlossen erreicht und der sehr ebene Frequenzgang geht locker über 30 kHz.

Und wie klingt es? Man probiert verschiedenste Musik aus wie Klassik, Pop, House, Blues, Jazz usw. und hört nicht auf zu hören, weil man die Musik neu entdeckt. Stimmen bzw. die Personen stehen vor einem als seien sie real. Der Raum öffnet sich von den Boxen nach hinten. Tiefe Bässe erhalten eine feine Struktur und schweben im Raum. Man erkennt wie die Musik abgemischt wurde.

Die Prototypen wurden durch den zukünftigen Besitzer in mehreren Hör-Sessions mit seinen hervorragenden Röhrenendstufen von Vacuum State und eigenen Aufnahmen aus dem Tonstudio getestet. „Es hört sich wie ein PA an aber ich höre keine Verfärbung … es klingt so schön und natürlich“ waren Kommentare, welche das Go geben, um die finalen Boxen zu bauen. Dazu gehören auch auf Mass gefertigte Boxenständer.